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SUMMIT

Presse-Information
Vision Zero e.V.
 
 

Es ist dies vielleicht die wesentliche Kompetenz von Vision Zero e.V., seiner Mitglieder und Unterstützer: dass sie auf dem Weg zum großen Ziel alle relevanten Akteure mitnehmen, jeden Stein umdrehen und so entscheidende Impulse geben, um der Vision Zero näherzukommen. Was das in der Praxis bedeutet, war auf dem diesjährigen Summit gut zu beobachten.

 

Vision Zero als Gestaltungsauftrag

 

Zum Auftakt skizzierte Georg Kippels, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, den passenden Rahmen für die Veranstaltung. Seinen Worten zufolge ist die Vision Zero nämlich keine Utopie, sondern ein dringend notwendiger Gestaltungsauftrag für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

Wie aber lässt sich dieser Auftrag umsetzen? Dazu informierten Experten aus dem In- und Ausland über den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technologie in der Krebsmedizin, sie stellten intelligente Konzepte zur Translation und Versorgung vor und brachten als Betroffene die Patientenperspektive in die Diskussion ein. Zur Sprache kamen unter anderem:

·         moderne Konzepte der Prävention, Früherkennung und Therapie verschiedener Krebserkrankungen, darunter Darmkrebs, Lungenkrebs, Hautkrebs,
          aber auch Magen- und Speiseröhrenkrebs sowie Kopf-Hals-  Tumoren und hämatologische Krebserkrankungen;

·         Forschungsergebnisse ‚Made in Germany‘, zum Beispiel bezüglich der Therapie mit individualisierten Neoantigenen oder bispezifischen T-Cell-Engagern;

·         die Potenziale der künstlichen Intelligenz in der Präzisionsonkologie;

·         ‚Best Practices‘ zur Begleitung und Unterstützung von Krebspatienten auf dem Versorgungspfad;

·         Forderungskataloge zur Weiterentwicklung der Krebsmedizin in Deutschland.

 
 

„Ich habe noch keinen Summit erlebt, auf dem die Vorträge eine solch hohe Qualität hatten und die Diskussionen derart offen und lebendig waren“, sagte Professor Dr. Christof von Kalle, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats von Vision Zero e.V. Insgesamt habe der Summit damit entscheidend dazu beigetragen, die Vision Zero voranzubringen, sie strategisch zu unterfüttern und Handlungsoptionen für alle Akteure in der Krebsmedizin aufzuzeigen.

 

Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung des Vision Zero Innovationspreis. Er wird jährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsbekämpfung verliehen und ging dieses Jahr an die Patientenvertretung Zielgenau e.V. In seiner Laudatio dankte MdB und Bundesgesundheitsminister a.D. Professor Dr. Karl Lauterbach dem Verein für dessen Verdienste um die Versorgung von Menschen mit bestimmten Formen von Lungenkrebs.

 

Krebs ist keine Schreckensdiagnose mehr

Nach den beiden Symposiumstagen waren sich viele Referenten und Teilnehmer darin einig, dass es mittlerweile sehr gut gelungen ist, die Vision Zero konkret auszugestalten. Ist die Vision von der Null damit noch realistischer geworden? „Krebs ist nicht mehr die Schreckensdiagnose, wie vor einigen Jahrzehnten“, resümierte Daniel Bahr, Bundesgesundheitsminister a.D. und Vorstandsmitglied von Vision Zero e.V. „Ich bin daher optimistisch, dass wir ganz viel erreichen können – und ich freue mich auf das gemeinsame Engagement.“