VISION ZERO
BERLIN
SUMMIT

20./21. JUNI
2022
GEMEINSAM GEGEN KREBS!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützer und Freunde von Vision Zero,

das Coronavirus hat es uns gezeigt: Wir haben eine Vision Zero: niemand, schon gar niemand, den wir kennen, soll an dieser Erkrankung sterben müssen. Auch wenn sich nicht immer alle einig sind, wie das erreicht werden kann.

Wir haben gelernt, dass es viele unterschiedliche, große und kleine Maßnahmen in Prävention, Diagnostik und Therapie erfordert, um in diesem Kampf den „Sieg“ zu erlangen. Dabei sind auch die großen Erfindungen nichts ohne viele kleine Schritte, die sie tatsächlich zu den Menschen bringen. Der Schutz vulnerabler Personengruppen funktionierte weder mit Testen noch mit Masken noch mit Impfen allein. Wir brauchen Alle und wir brauchen Alles. Immer wieder. Wir müssen jeden Stein umdrehen.
Rund eine halbe Million Menschen erkranken jährlich neu an Krebs, und knapp eine Viertelmillion sterben daran. Zum Vergleich: Das sind so viele Menschen, wie in der Großstadt Aachen leben. Aber der Krebs kommt leise, das Leiden und Sterben findet im Stillen statt.

Man kann also auch hier von einer Pandemie sprechen, mit dem Unterschied, dass sie jedes Jahr wiederkommt.
Und auch bei dieser Pandemie haben wir, wenn wir ehrlich sind, die gleiche Vision Zero, den Traum von null (vermeidbaren) Todesfällen. Wir wollen nicht, dass unsere Familien und Freunde an Krebs sterben. Alles würden wir geben, wenn sich das irgendwie verhindern ließe. Würden wir. Tun wir aber nicht.
Wie bei dem Coronavirus können auch bei Krebs langjährige Versäumnisse und Halbherzigkeiten in Prävention, Vorsorge und Digitalisierung von der medizinischen Versorgung selbst mit gewaltigem Ressourcenaufwand in Diagnostik und Therapie nur zu einem kleinen Teil aufgeholt werden. Unser Gesundheitssystem ist immer noch zu sehr auf Reparatur im Bedarfsfall angelegt; der intelligente Blick in die Zukunft und nachhaltiges Investment in Vorsorge ist bisher unsere Sache nicht. Wir feiern uns für gutgemeinte Modellprojekte, die oft ins Leere führen.

Daher müssen wir uns endlich intensiv mit der relevanten Frage beschäftigen: „Wie können wir unser Gesundheitssystem nachhaltiger und resilienter auf die großen Herausforderungen vorbereiten?“ Zunächst brauchen wir Mut und ein neues Denken - ohne Stakeholder-Lobbyismus. Die Situation verlangt intelligente Konzepte - eine Vision Zero in der Onkologie, um die Zahl der vermeidbaren krebsbedingten Todesfälle Schritt für Schritt und im Idealfall gegen Null zu bringen. So banal es klingt: Vorbeugen ist besser als heilen!

Wie weit wir damit kommen, hängt im hohen Maße davon ab, wie schnell wir eine präzisere und deutlich bessere, auf den einzelnen Patienten zugeschnittene, innovative Prävention, Diagnostik und Therapie erreichen. Wann werden wir endlich Patientendaten frühzeitig und interoperabel erheben und sie zwischen den behandelnden Ärzten und Wissenschaftlern austauschen, um sie zu analysieren und bestmögliche Entscheidungen für unsere Patienten zu treffen?

Die Digitalisierung ist der Generalschlüssel für ein innovatives Gesundheitswesen“ ist – neben weiteren Schwerpunktthemen – ein wichtiger Bereich unseres diesjährigen Vision Zero Kongresses am 20./21. Juni in Berlin, zu dem wir Sie hiermit sehr herzlich einladen. Aus dem Programm können Sie ersehen, dass wir darüber hinaus weitere, aktuelle Themen adressieren werden, für die wir hochkarätige Referenten gewinnen konnten.

Deshalb: Diskutieren Sie mit uns die Vision Zero in der Onkologie und lassen Sie uns mit Mut und Zuversicht an den relevanten Themen arbeiten – zum Wohle unserer Patienten.

Herzliche Grüße



Professor Dr. Christof von Kalle
Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats Vision Zero e.V.
 

 
KONGRESSLEITUNG

DANIEL BAHR,
Bundesgesundheitsminister a. D.
DR. RUTH HECKER,
Aktionsbündnis Patientensicherheit, Essen
PROF. DR. DR. MICHAEL VON BERGWELT,
LMU Klinikum München
DR. GEORG RALLE,
Vision Zero e.V., Berlin
PROF. DR. CHRISTOF VON KALLE,
Berlin Institute of Health at Charité – Universitätsmedizin Berlin
PROF. DR. MICHAEL HALLEK,
Universitätsklinikum Köln
PROF. DR. THOMAS SEUFFERLEIN,
Universitätsklinik Ulm
PROF. DR. MICHAEL PLATTEN,
Universitätsmedizin Mannheim/Universität Heidelberg/Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg
PROF. DR. ANGELIKA EGGERT,
Charité – Universitätsmedizin Berlin